Wer ist „Opa Köbi“?

In der Sendung Der Schweizer-Twitter-Star „Opa Köbi“ – Mahner im Land der Corona-Lockerungen auf SWR2 hat man sich heute gefragt, wer der geheimnisvolle Schweizer Twitter-Star Opa Köbi eigentlich ist. Hier geht es zur Radiosendung. Ob es wirklich ein Opa ist? Man weiss es nicht. Interviews gibt er nur per Mail. Die „Stimme“, die man Opa Köbi im Interview gibt ist übrigens übertrieben „schweizerisch“. Hier der Link zu Opa Köbi auf Twitter. Stand heute hat er 2982 Follower. Er selbst charakterisiert sich so auf Twitter:

„In der Schweiz sind es im Wesentlichen zwei Stimmen, die konsequent zur epidemiologischen Vorsicht raten.“ (Süddeutsche Zeitung) – eine davon ist Opa Köbi.

Und hier der letzte Tweet.

 

Zitat des Tages – 6.5.21

In einem Mail, das die Journalistin Mela Eckenfels an die Schauspielerin Ulrike Folkerts geschrieben hat, beschreibt jene, was sie in der Zeit der Pandemie gelernt hat. Sie sei nach Ausbruch der Pandemie überzeugt gewesen, dass wir eigentlich über das Wissen verfügen, das wir zur Bewältigung haben müssen, dass wir als Staatsgemeinschaft zusammenstehen und diese Pandemie durchstehen werden.

Inzwischen habe ich, bedauerlicherweise, jeden Respekt vor einem großen Teil meiner Mitbürger verloren. Ich musste meinen Glauben, dass wir als gebildete, nahezu vollständig alphabetisierten Gesellschaft, die Informationen nutzen, die wir haben, um vernunftgesteuerte Entscheidungen zu treffen, revidieren. Das schon sehr früh, als Menschen mit Klopapier und Mehl überladene Einkaufswägen aus den Supermärkten schoben und Handdesinfektionsmittel aus Krankenzimmern stahlen. …
Auf was ich überhaupt nicht vorbereitet war, war, dass die erste konsequente Reaktion auch die einzige konsequente bleiben sollte und wir uns in eine Spirale aus Wissenschaftsleugnung, Partikularinteressen, Inkompetenz und Entscheidungsschwäche hineinmanövrieren. …
Was mir nicht nur auf die Nerven ging, sondern mich auch schockierte, war, wie dünn sich der zivilisatorische Lack auf einmal erwies. …

Unter welchem Stein, oder in welchem Loft muss man sich verkrochen haben, um sich zynisch über zehntausendfaches Leid zu erheben und sich mit derartig schäbigen Videos über die zu stellen, die wollen, dass wir alle gut durch diese Zeit kommen?

Quelle: Nur eine Mail an Ulrike Folkerts – und doch so viel mehr

Auktionshaus bietet im Weltraum gereiften Rotwein zum Verkauf an

Die Phantasie kennt keine Grenzen, wenn es ums Geldverdienen geht.

Eine Flasche im Weltraum gereiften Weins bietet das Auktionshaus Christie’s in New York an. Es handele sich um eine von zwölf Flaschen französischen Rotweins aus dem Jahr 2000, die zwischen 2019 und 2021 insgesamt 14 Monate auf der Internationalen Raumstation ISS verbracht hätten – die ersten Weinflaschen mit Weltraum-Erfahrung, teilte Christie’s am Dienstag mit.

Im Heise-Beitrag heisst es weiter, dass Experten bei der ersten Prüfung des Weins Anfang März diesen als sehr gut, aber auch als „bemerkenswert verändert“ gefunden haben. Die Flasche soll gemäss Schätzung des Auktionshauses etwa 830’00 Euro einbringen.

Quelle: Auktionshaus bietet im Weltraum gereiften Rotwein zum Verkauf an | heise online

Regen und künstliche Intelligenz

Die Automatik der Scheibenwischer beim Tesla hat schon viel zu reden und zu schreiben gegeben. Ein bekannter YouTuber, Horst Lüning,  hat die Probleme, die Tesla mit der Programmierung der automatischen Scheibenwischer hat, mit dem kalifornischen Wetter erklärt. Entweder regnet es dort lange Zeit gar nicht – Seems it never rains in Southern California, dann gibt es ohnehin mit den Scheibenwischern kein Problem. Oder aber es regnet in Strömen, dann ist es für die Automatik auch kein Problem, dass sie die Scheibenwischer auslöst.

In Europa allerdings gibt es viele Zwischenstufen des Regnens, da muss man bei den Scheibenwischern sehr häufig manuell eingreifen. Wo liegt das Problem? Auf der Seite von Drive Tesla Canada wird dies genauer umschrieben:

The main reason behind the poor performance of the wipers, which can turn on with one drop of water or not turn on during a torrential downpour, is that Tesla does not use a traditional rain sensor. Instead the automaker uses the front camera to determine when and with what frequency the wipers should activate.

Eine Auslösung über die drei Frontkameras ist allerdings recht fehleranfällig, wie die Reaktionen zeigen. Mit dem neuen Software-Update 2021.4.15.5 soll sich dies aber ändern. Wie ein Tesla-Hacker herausgefunden hat, wird die Steuerung nun die Informationen aller Kameras des Autos verwenden. Interessant ist, dass die Kameras nicht nur dazu dienen, um fallenden Regen zu identifizieren. Es scheinen diverse andere Indikatoren berücksichtigt zu werden. Offenbar hat die Auswertung bisheriger Fahrzeugdaten die verwendete Software verbessert und sich  aus den Daten verbessert, wenn etwa die Fahrer die Scheibenwischer manuell betätigt haben, obwohl die Kameras der Frontscheibe noch keinen Regen gemeldet haben. Für mich also ein typischer Fall von künstlicher Intelligenz.

In der Kommentarspalte des Tesla-Hacker findet man ganz spannende Kommentare zur Frage, wie die Daten der Seitenkameras zu besseren Resultaten führen können.

Bücher-Podcasts

Da die Buchmesse in Leipzig dieses Jahr wiederum nicht stattfinden wird, präsentiert “der Freitag” schon ab dem 21. April und noch bis Ende Mai jeweils Gespräche mit Autorinnen und Autoren. “Die Leipziger Buchmesse fällt leider erneut aus. Wir treffen Autorinnen und Autoren daher im digitalen Raum”, so wird dies angekündigt.

Der erste Podcast ist ein Gespräch zwischen Sebastian Puscher und der deutschen Politikerin und Publizistin Sahra Wagenknecht. Zu diesem Gespräch lesen wir auf der Webseite:

Urban, divers, kosmopolitisch, individualistisch – links ist für viele heute vor allem eine Lifestylefrage, so die Kritik von Sahra Wagenknecht. In ihrem kontrovers diskutierten Buch zeichnet sie eine Alternative zu einem Linksliberalismus, der sich progressiv wähnt, aber die Gesellschaft weiter spaltet, weil er sich nur für das eigene Milieu interessiert und Diskriminierung aufgrund sozialer Herkunft ignoriert.

In einem zweiten Podcast spricht Martina Mescher Laura Backes und Margherita Bettoni zum Thema “Alle drei Tage ein Femizid“. Zu diesem Podcast lesen wir auf der Webseite.

Jeden Tag versucht in Deutschland ein Mann, seine Frau umzubringen. Alle drei Tage wird eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet. Hinzu kommen die Morde an Frauen durch ihnen unbekannte Täter. Diese Verbrechen sind keine Ehrenmorde oder Beziehungstaten, sondern Femizide: Morde, die an Frauen verübt werden, weil sie Frauen sind. Laura Backes und Margherita Bettoni zeigen in ihrem aufrüttelnden Buch, dass die Tötung von Frauen aufgrund ihres Geschlechts auch bei uns ein ernsthaftes gesamtgesellschaftliches Problem ist.

Hier geht es zu den Podcasts.