Hofstätterweg – Arzt und Dichter?

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Nehmen wir an, dass dieser Arzt und Dichter Hofstätter hiess. In Bezug auf die Lebensdaten findet man allerdings im Internet andere Angaben. So steht im historischen Lexikon der Schweiz:

Hofstätter, Jakob

getauft 5.9.1825 Luterbach, gestorben 6.1.1871 Le Sentier (Gem. Le Chenit), kath., von Luterbach. Sohn des Franz Xaver Joseph, Lehrers. ∞ 1856 Elise Sophie Mathys, Tochter des Johann. Medizinstud. in Bern, Landarzt im Kt. Solothurn, später im Kt. Waadt. H. publizierte 1857 das Heilquellenlexikon "Die Bäder und Heilquellen der Schweiz, nebst den bekanntesten Molken-, Kräuter- und Kaltwasseranstalten […]" und 1863-64 das zweibändige "Aus Berg und Thal" (2. Aufl. 1865), eine Sammlung von Erzählungen und Gedichten in Hochdeutsch und Mundart, die weite Verbreitung fand. Einige der Erzählungen wurden nach H.s Tod erneut herausgegeben ("S‘ Wydebüsseli und andere Erzählungen" 1903). "Der erste Uhrmacher im Jouxtal" wurde 1979 ins Französische übersetzt und mehrmals nachgedruckt.

Amazon kauft Audible

Wie man vor zwei Wochen einer Pressemitteilung entnehmen konnte, kauft Amazon für 300 Mio $ den Hörbuchanbieter Audible. Der deutsche Anbieter von Audible gehört gemäss einem Beitrag auf Spiegel online nur zu 45% zum amerikanischen Mutterhaus. Aus diesem Grund wird sich hier nicht offenbar nicht viel ändern.

Offensichtlich versucht Amazon sein kopierschutzfreies mp3-Angebot auszubauen und konkurriert damit iTunes. Nach dem Kindle, dem Lesegerät für Ebooks, nun also der Vorstoss in die Hörbücher. Ich bin gespannt darauf, wie sich Amazon auf dem europäischen Markt präsentieren wird.

Computer im Deutschunterrricht

Markus Märkl hat in seinem Blog geschrieben, dass er in ein paar Wochen einen Vortrag zum Thema "Computer im Deutschunterricht" halten wird. Dazu hat er ein sehr gutes Mindmap erstellt.

Ich denke, es wäre nicht schlecht, auch an unserer Schule einen solchen Vortrag zu halten. Ich habe bereits vor einiger Zeit einem Teil der Lehrer ein eigenes Projekt aus dem Deutschunterricht vorgestellt, das ich während meiner Ausbildung 2bits zusammen mit Leo Binggeli erarbeitet habe. Ich habe es auch hier im Blog schon vorgestellt. In diesem Unterrichtsprojekt ging es um den Einsatz der Hypertextmethode bei der Erarbeitung von Sachtexten. Das Beispiel war aber offenbar für viele Kollegen zu kompliziert, auf jeden Fall hat es niemand angewendet, aber auch niemand hat es kritisiert.

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Seit dieser Woche habe ich nun übrigens in meinem Schulzimmer vier Computer, allerdings nicht von der neusten Generation, aber immerhin. Jetzt lässt sich der Computereinsatz im Unterricht einfacher einplanen.

Ebooks – eine kleiner Erfahrungsbericht

Eben habe ich auf der Seite von Bruce Keener rumgestöbert. Ich wollte mich über Zeitmanagement mit Hilfe des Computers informieren. Am Schluss einer längeren Abhandlung kann man Folgendes lesen:

Finally, to emphasis what was pointed out early this page, you should take full advantage of the Pareto Principle. The best discussion I have ever seen of this is in Tim Ferriss‘ book The 4-Hour Workweek: Escape 9-5, Live Anywhere, and Join the New Rich.

Ein Link zu Amazon findet man ebenfalls dort. Das Buch interessiert mich, aber ich möchte jetzt einen Blick hinein werfen. Gibt es ein Ebook? Es gibt mehrere, aber mit grosser Preisdifferenz. Das gedruckte Buch kostet bei Amazon $11.97. Was kosten die Ebooks?

  • Bei Amazon ist natürlich die Version für den Kindle erhältlich, Kostenpunkt $9.99.
    Aber ich besitze keinen Kindle, kommt also leider nicht in Frage. Also suche ich nach einem andern Ebook-Format.
  • Bei Franklin.com stosse ich auf eine Version von mobipocket, Kosten: $14.36 (der reguläre Preis betrage $17.95 liest man dort). Ich habe zwar den mobipocketreader, aber Ebooks lese ich doch lieber im pdf-Format. Also geht die Suche weiter.
  • Bei Ebooks.com habe ich dann die Möglichkeit, auch andere Formate des Ebooks zu kaufen: neben der mobipocket-Version ist auch die pdf-Version erhältlich. Preis für alle Formate: $17.95. Ist mir nun doch zu teuer, also weiter.
  • Bei mobipocket.com finde ich das Buch für $21.47 – natürlich im mobipocket-Format. Warum diese gewaltigen Preisdifferenzen? Gibt es das Buch eventuell doch noch billiger?
  • Auf Fictionwise finde ich dasselbe mobipocket-Format (oder das Microsoft Reader-Format) für $17.95, davon abziehen kann man einen Micropay-Rabatt von 15%. Dieser wird offenbar dem Konto gutgeschrieben und bei einem nächsten Einkauf dann abezogen, Kosten abzüglich dieses Rabattes: $15.26. Man könnte auch noch Mitglied werden im Fictionwise-Club, dann kostet das Buch noch $15.26 (abzüglich Micropay-Rabatt $12.97). Hier lese ich allerdings zum ersten Mal, dass man das mobipocket-Buch nicht ausdrucken und auch nicht vorlesen lassen kann. Herausgeber des Buches ist Randomhouse.
  • Also gehen wir zur Seite des Produzenten dieses Ebooks. Dort kostet das Buch $17.95. Diesen Preis kennen wir ja noch von Amazon, das sei der reguläre Preis, stand dort. Aber auch beim Verlag kein Hinweis darauf, dass man das Buch nicht drucken kann.

Fazit: Als pdf-Format-Liebhaber muss ich $5.98 mehr bezahlen für das Ebook als für das Hardcover, d.h. ca. 50% mehr als für das gedruckte Buch. Das Ebook kann ich zudem auch für diesen Mehrpreis nicht ausdrucken. Am preiswertesten von den Ebook-Varianten ist die Kindle-Version.

Ich erstelle mir also lediglich einen Link auf das Buch und warte ab. Ich warte sehnsüchtig darauf, dass man Ebooks so einfach wie Musikstücke kaufen kann. Hoffentlich bringt Amazon mit dem Kindle Bewegung in den Ebook-Markt.

Bab.la – ein interaktives Sprachportal

Durch ein Podcast von SF DRS bin ich auf Bab.la gestossen. Online-Übersetzungsprogramme gibt es natürlich schon eine Menge, Bab.la ist aber etwas Spezielles:

bab.la ist ein interaktives Sprachportal, hier kann und soll jeder mitmachen. Du kannst mithelfen, indem Du eigene Übersetzungsvorschläge eingibst, Vorschläge anderer Nutzer überprüfst oder eigene Sprachtests erstellst.

Der Unterschied zu den herkömmlichen Programmen ist sicher der Gedanke, dass alle mitmachen können, getreu dem web 2.0-Gedanke. Ein weiterer Unterschied besteht in der Mischung aus Übersetzungs- und Übungsprogramm.

Ich habe das den Übersetzungsteil des Programms etwas ausprobiert, wirklich beeindruckend. Ich habe etwa den Begriff "Literatur" eingegeben. Als weitere Vorschläge wurden mir vom Programm eine ganze Liste deutschsprachiger Ausdrücke angeboten:

literatur

Als Übersetzungen für den Begriff "Literatur" wurden folgende Vorschläge gemacht:

literaturuebers

Der grosse Nachteil am ganzen Projekt: Übersetzungen von der deutschen Sprache aus sind nur ins Englische – und natürlich umgekehrt – möglich.

MS Office 2007 – Zurück zur klassischen Oberfläche?

Wordmenu

Wer jahrelang mit dem Officepaket von Microsoft gearbeitet hat, hat Schwierigkeiten bei der Umstellung auf die Oberfläche von Office 2007. Keine der Umstellungen der Vorgängerversionen war wirklich derart krass wie der Übergang von 2003 auf 2007. Schwierigkeiten haben auch die Schüler, die zu Hause noch mit PowerPoint 2003 arbeiten, dann den Stick im Schulzimmer in den Laptop des Lehrers einstecken und sich nun plötzlich mit der Oberfläche von 2007 konfrontiert sehen. Immer wieder höre ich auch Klagen von meinen Kolleginnen und Kollegen, die auf das neue Office-Paket umgestellt haben. Man verbraucht am Anfang tatsächlich sehr viel Zeit, nur um die alten Menüpunkte wieder zu finden.

Hier nun eine mögliche Lösung, die allerdings etwas kostet: Das Programm ist ein Addin, man kann es hier finden. Man kann eine 15-tägige Testversion herunterladen und sich von den Vorteilen selber überzeugen.

Nach der Installation erscheint die alte Menüleiste dann zu Beginn der neuen Leiste. Und schon stimmt die Welt der nicht anpassungsfähigen Office-Benutzer wieder – oder anders ausgedrückt: man kann die Zeit wieder für Sinnvolleres nutzen als für die Suche nach den verlorenen Menüpunkten.

Lehrerweiterbildung – selbstgesteuertes Lernen

Letze Woche trafen sich gegen 50 Lehrer unserer Schule zu einer obligatorischen Weiterbildung. Thema war "selbstgesteuertes Lernen".

In einem Referat von Prof. Osterwalder erfuhren wir, wie schwammig und ungenau der Begriff des selbstgesteuertem Lernen ist. Der Begriff baue Gegensätze auf – etwa zwischen selbstgesteuertem und fremdgesteuertem Lernen oder auch zwischen Verantwortung und Gehorsam, er sei aber auch appellativ, er fordere zur Stellungnahme heraus. Er fordere den Lehrer auf, die Schüler selbstgesteuert lernen zu lassen, dafür würden sie motivierterer, der Unterricht werde effizientere und individualisierter, vor allem aber erreiche man eine Öffnung der Schule. Dies ist eine weiterer Mythos in der Pädagogik.

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In seinen weiteren Ausführungen zeigte Prof. Osterwalder, dass diese Vorstellung des Lernens eigentlich auf das 17. Jahrhundert zurückgeht, auf Tradition der Royal Society, die das wissenschaftliche Experiment dem traditionellen Bücherlernen gegenüberstellte. Nur dem Experiment solle man vertrauen, nicht den fremden Autoritäten, das war die Devise. Also liegt es nahe, dass man auch in der Schule verlangen darf, dass die Schüler selber lernen sollen, sie sollen nicht den Autoritäten der Lehrbücher Glauben schenken, sie sollen ihre Erkenntnisse selber erlangen.

Der deutsche Lehrer und Blogger Norbert Tholen hat in zwei Beiträgen auf Fiktionen in der Pädagogik hingewiesen, die erste ist die Vorstellung, dass man seinen Unterricht frei planen könne, die zweite ist die Annahme, dass handlungsorientierter Unterricht bedeutet, dass die Schüler einfach etwas machen sollen, wenn sie lernen wollen. Der Kollege Tholen weist darauf hin, dass man einen klaren Unterschied zwischen "Handeln" und "Machen" ziehen sollte. Eine Handlung unterscheidet sich aber von einer blossen Tätigkeit, indem sie zielorientiert, und zwar im Hinblick auf ein Ziel sind, mit dem sie sich selber auch identifizieren können, das sie selber erreichen wollen oder müssen.

Auch der Begriff des selbstgesteuerten Lernens kann eine solche Fiktion sein, nämlich dann, wenn wir damit meinen, dass der Schüler allein bestimmen muss, was und wie er lernt, Hauptsache er macht es selber. Selbststeuerung ist dann die Garantie dafür, dass der Schüler auch etwas lernt. Fremdsteuerung dagegen scheint antidemokratisch, altertümlich und überholt.

Dies ist natürlich Unsinn, Lernprozesse müssen häufig von aussen ausgelöst werden. Natürlich muss der Schüler am Schluss selber lernen wollen, er muss die Vokabeln büffeln, er muss das Buch lesen, er muss den Aufsatz schreiben. Ausgelöst werden diese Prozesse aber meist von der Institution Schule, vertreten durch den Lehrer. Die Lehrpläne schreiben uns vor, was die Schüler wann können müssen.

Klar, man kann dem Schüler gewisse Freiräume lassen: innerhalb eines gesteckten Rahmens kann er etwa die Maturalektüre selber auswählen, er kann das Thema seiner Maturaarbeit wählen. Zu Hause kann er wählen, wann und wie viel er lernen will, dort kann er evtl. auch seine Lernumgebung selber wählen. Die Themen in der Schule sind aber durch die Lehrpläne grösstenteils vorgeschrieben. Diese Ziele aber gehen davon aus, dass die Schüler als Mitglieder einer sozialen Gemeinschaft später neben und mit vielen anderen bestehen müssen, dass sie in der Lage sein müssen, mit ihrem Wissen und Können ihr Leben gut zu leben. Schüler denken selten weit in die Zukunft, warum sollten sie auch. Für sie ist es wichtig die nächste Zeit zu überstehen. In einem Gespräch hat mir heute eine Schülerin gesagt, sie habe im Moment keine Zeit, in die Zukunft zu denken, sie müsse von Probe zu Probe leben. Ich glaube, so geht es vielen von Zeit zu Zeit. Dann müssen Eltern, vielleicht auch Freunde und nicht zuletzt die Lehrer weiter denken und die Schüler für die Zukunft vorbereiten, dies nennt man dann Fremdsteuerung. Fremdsteuerung für den Schüler kann also durchaus positiv sein. Das Schlagwort Selbststeuerung ist für viele Lehrer aber ein bequemer Vorwand, nichts zu tun, und die Schüler sich selber zu überlassen. Dies ist aber wenig verantwortungsvoll.