Publikumspreis – Leipziger Buchmesse

Die Leipziger Buchmesse findet vom 15. – 18. März 2012 statt mit Lesungen, Fachvorträgen, Diskussionen, Fortbildungsveranstaltungen, Preisverleihungen – das grösste Lesefeste Europas, wie auf Twitter gemeldet wird.

Für den Publikumspreis gibt es fünf Nominierte, diese findet man hier. Da das Publikum nun darüber abstimmen kann, welcher der fünf Titel ihm am besten gefällt, habe ich mich auf die Suche nach den Büchern gemacht. Leseproben und Informationen zu allen Autoren sind über die Seite der Leipziger Buchmesse erhältlich. Kann man aber auch schon Ebooks dieser Autoren erhalten? Hier meine Resultate.

Drei der fünf nominierten Bücher sind also digital erhältlich, dies ist ein wirklich gutes Ergebnis. Ein weiteres Buch lässt sich vorbestellen. Nur beim Buch von Hahn scheint es keine geplante digitale Ausgabe zu geben.

Abstimmen kann das Publikum übrigens direkt auf der Homepage der Leipziger Buchmesse oder auf der Seite von Literaturcafe.de.

Hier der aktuelle Zwischenstand:

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Drei Links: 8.Februar 2012

  • Arbeitsblatt der Woche von lehrer-online.de
    „Lehrer-Online präsentiert wöchentlich ein neues Arbeitsblatt. Die Themenvielfalt reicht von gesellschaftlichen Schwerpunkten bis hin zu Aspekten der Berufsorientierung.“

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  • Cloud-Tools für Ihre Präsentation – Gute (kostenlose) Powerpoint-Alternativen im Internet
    „Es muss nicht immer Powerpoint sein. Wer gute Präsentationen erstellen will, dem stehen leistungsstarke Tools in der Cloud zur Verfügung. Die Palette reicht vom komplett kostenlosen Dienst über die private Gratisnutzung bis zur teuren Variante für Wiederverkäufer.“

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  • 22 E-learning Tips & Ideas to Kick Off the Week
    „Huddle up, E-learning Heroes! If you need some extra help pushing your course over the goal line, the Articulate Community is ready to play ball. Each week the team shares freely their winning playbook of e-learning shortcuts, techniques and creativity to help you create better e-learning.“

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Beamer und Powerpoint als Problem

In einem Blogbeitrag „Die Wand zwischen den Studierenden und mir hat einen Namen“ hat Gabi Reinmann, Professorin für Medienpädagogik an der Universität Augsburg und Professorin für Lehren und Lernen mit Medien an der Universität der Bundeswehr München, darauf aufmerksam gemacht, dass sie bei Veranstaltungen ohne Beamer viel mehr Aufmerksamkeit, größere Ruhe gehabt habe und dass ein relativ großer Teil der Studierenden sogar rege diskutiert hat. Als sie aber in einer folgenden Veranstaltung den Beamer eingeschaltet habe, sei es wesentlich unruhiger geworden und die Teilnehmenden seien weniger aufmerksam gewesen. Warum das? Für Gabi Reinmann ist klar der Beamer schuld daran.

In den Kommentaren zu diesem Beitrag wird der Fokus nun sehr schnell auf PowerPoint verschoben. Schuld sei also nicht der Beamer, sondern die Powerpoint-Folien. In einem Kommentar von Robert Aust wird schließlich auf eine Studie von Prof. Nieke an der Uni Rostock verwiesen. Der Kommentator bemerkt dann

Die Pressemitteilung ist zwar etwas dürftig, bei Nachfrage schickt Herr Prof. Nieke aber den vorläufigen Bericht.

In der Tat wird auf der Seite, die den Titel trägt „Ergebnis einer Studie von Prof. Dr. Wolfgang Nieke„, einfach Folgendes behauptet:

Rostocker Wissenschaftler unter Leitung von Professor Wolfgang Nieke, haben jetzt herausgefunden, dass die so weit verbreitete Art, seine Vorträge zu untermalen, die schlechteste aller möglichen Varianten ist, weil bei den Zuhörern im Vergleich am wenigsten im Gedächtnis bleibt. Das Arbeitsgedächtnis wird unnötig belastet, denn es hat laut  Rostocker Wissenschaftler, „eine beschränkte Kapazität“. Den Lernenden gehen so viele wichtige Informationen verloren. Am besten – und da ist die Überraschung perfekt – schnitt die gute alte Präsentation mit Folie und Overhead-Projektor ab. Das hat die beste Wirkung auf den Lerneffekt. Auf Platz 2 kommt der Vortrag.

Die Studie ist nicht einsehbar. Ich gehe davon aus, dass sie existiert, aber ohne Detailwissen sollte man doch eher abwartend reagieren.

Interessant ist nun, dass offenbar einige Kommentatoren, ohne die Studie genau zu kennen, also nur auf der Grundlage dieser rudimentären Mitteilung ihre gewagten Schlüsse ziehen.

So liest man auf einer Seite mit dem Titel „Power-Point-Präsentationen schaden Lernerfolg“ bei pressetext.com etwa

Der Lernerfolg bei Power-Point-Präsentationen ist im Vergleich zu Overhead-Folien und dem klassischen Vortrag kleiner. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Lehrstuhls für Pädagogik der Universität Rostock.

Auch auf der Seite karrieretrends.de liest man genau dasselbe unter dem Titel „Power-Point-Präsentationen nicht immer gut fürs Denken“.

Dieselbe Meldung wird ebenfalls auf paradisi.de, auf news4teachers.de und krone.at, um nur einige zu nennen. Eine Suche auf google zeigt, wie viele Seiten den Text der Webseite der Uni Rostock einfach übernommen haben.

Wesentlich kritischer geht der Lehrerfreund im Beitrag „Kein Lerneffekt – Powerpoint-Präsentationen: Da rein, da raus„ vor. Hier wird einerseits auf die Kognitionspsychologie, auf Richard E. Mayer und John Sweller verwiesen. Diese Forscher verwiesen darauf, dass „die synchrone Präsentation von identischen Text- und Bild-Inhalten“ das Arbeitsgedächtnis überlaste. Dies gelte allerdings, so der Lehrerfreund, nur für komplexe Inhalte.

Powerpoint-Präsentationen des Alltags („Das Leben Goethes“, „Entwicklung unserer Umsatzzahlen“, „Der Regenwald“) sind in der Regel inhaltlich anspruchslos und damit einfach zu verstehen. Selbst wenn man während der Präsentation die Informationen noch über einen dritten Kanal vermittelt bekäme (z.B. mit Akupunkturnadeln in Blindenschrift auf die Haut), könnte man problemlos folgen und den Transfer ins Langzeitgedächtnis leisten.

Wo liegt also das Problem, wenn die Zuhörer bei solchen einfachen Alltagsthemen der Schule nicht aufpassen?

Die Ursache für die Studienergebnisse von Prof. Nieke ist vielmehr darin zu sehen, dass sich beim Präsentieren mit Powerpoint einige stumpfsinnige Konventionen eingebürgert haben, zum Beispiel:

– Verwendung von Aufzählungslisten (Bullet-Listen)
– Überfrachtung der Folien mit Text
– Folien werden vorgelesen
– Visualisierung wird ersetzt durch Text

Dadurch werden Vorträge zu ultralangweiligen, undynamischen Veranstaltungen, die weder Interesse erzeugen noch die Inhalte eingängig vorstellen.

Dem ist wirklich nichts mehr beizufügen. Schöne Beispiele runden den guten Artikel aus dem Lehrerfreund ab.

Diplomarbeiten Bereich ICT & Education PH Bern

Auf der Webseite der PH Bern kann man eine Liste von vier abgeschlossenen Diplomarbeiten am Institut Sekundarstufe II im Bereich ICT & Education finden.

Guttenberg-Lexikon

Gestern fand man auf Twitter einige originelle Beiträge zum Jugendwort des Jahres:

Karl-Otto Kirst
„Lass mal die Hausaufgaben guttenbergen“ – Langenscheidt kürt „swag“ zum Jugendwort des Jahres 2011: 

Heute Morgen wollte es der Zufall, dass zwei Schülerinnen am Ende ihres Vortrages eine sehr originelle Quelle angaben: Guttenberg-Lexikon.

@P1190772

 

Anglizismus des Jahres 2011

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Eben bin ich über einen Twitterbeitrag vo literaturcafe.de auf diesen Beitrag gestossen

Alle hassen englische Lehnwörter. Wir nicht. Wir geben jedem neuen Wort, egal, woher es stammt, zunächst einmal die Gelegenheit, seine Nützlichkeit unter Beweis zu stellen und vertrauen darauf, dass die Sprachgemeinschaft überflüssige Wörter schnell wieder aussortiert.

Die Nominierungen laufen bis zum 7. Januar 2012. Ich werde in den kommenden Deutschlektionen die Schüler gute Beispiele sammeln lassen.

Nominierungen | Anglizismus des Jahres