Verleihung des 1. Gisela-Elsner-Literaturpreises an Natascha Wodin

Das Literaturhaus Nürnberg vergibt alle zwei Jahre den mit 10’000 Euro dotierten Gisela-Elsner-Literaturpreis. Die erste Preisträgerin ist Natascha Wodin. Der Preis wird am 10. Juli verliehen.

Als erste Preisträgerin hat die sechsköpfige Experten-Jury Natascha Wodin gewählt, deren Biografie auf vielfältige Weise mit der Region Nürnberg verbunden ist. Ihr Werk steht beispielhaft für das Nachdenken über die Verwerfungen der europäischen Nachkriegsepoche. Zugleich durchleuchtet es mit großer sprachlicher Sensibilität und bisweilen zärtlicher Distanz die Probleme menschlicher Beziehungen bis hinein in ihre schmerzhaften Abhängigkeiten und düsteren Abgründe. Darüber hinaus sind ihre Romane wie „Sie kam aus Mariupol“ oder „“Irgendwo in diesem Dunkel“ ein Plädoyer für einen genaueren Blick auf die Außenseiter der Gesellschaft und deren Schicksale.
Quelle: literaturhaus-nuernberg.de

Das „vielschichtige und sprachlich brillante Werk“ von Natascha Wodin widme sich immer wieder den Themen Entwurzelung und Heimat, komplexen Beziehungen und den deutschen und europäischen Zeitläuften, begründete die Jury ihre Entscheidung. Der neu geschaffene Preis soll in Zukunft alle zwei Jahre vergeben werden.
Quelle: Deutschlandfunk Kultur

Das bewegte Leben der Autorin ist auf ihrer Wikipedia-Seite eindrücklich dokumentiert.

2017 erschien ihr Buch “Sie kam aus Marioupol”, auf dem Klappentext steht:

„Wenn du gesehen hättest, was ich gesehen habe“ – Natascha Wodins Mutter sagte diesen Satz immer wieder und nahm doch, was sie meinte, mit ins Grab. Da war die Tochter zehn und wusste nicht viel mehr, als dass sie zu einer Art Menschenunrat gehörte, zu irgendeinem Kehricht, der vom Krieg übriggeblieben war. Wieso lebten sie in einem der Lager für „Displaced Persons“, woher kam die Mutter, und was hatte sie erlebt? Erst Jahrzehnte später öffnet sich die Blackbox ihrer Herkunft, erst ein bisschen, dann immer mehr. „Sie kam aus Mariupol“ ist das außergewöhnliche Buch einer Spurensuche. Natascha Wodin geht dem Leben ihrer ukrainischen Mutter nach, die aus der Hafenstadt Mariupol stammte und mit ihrem Mann 1943 als „Ostarbeiterin“ nach Deutschland verschleppt wurde. Sie erzählt beklemmend, ja bestürzend intensiv vom Anhängsel des Holocaust, einer Fußnote der Geschichte: der Zwangsarbeit im Dritten Reich. Ihre Mutter, die als junges Mädchen den Untergang ihrer Adelsfamilie im stalinistischen Terror miterlebte, bevor sie mit ungewissem Ziel ein deutsches Schiff bestieg, tritt wie durch ein spätes Wunder aus der Anonymität heraus, bekommt ein Gesicht, das unvergesslich ist.

Natascha Wodin erhielt zahlreiche Literaturpreise, für das eben erwähnte Buch erhielt sie 2017 den Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Belletristik.

Zitat des Tages – 25.6.21

Roberto Simanowski in der NZZ:

Dass sich die Front dieses kalten Bürgerkriegs durch alle Bevölkerungsgruppen zieht, ist ebenso bemerkenswert wie der Umstand, dass es unter den Querdenkern mehr (einstige) Wähler der Grünen und Linken gibt als Wähler der AfD. Was sich hier jenseits der Parteipolitik Luft macht, ist der Grundkonflikt der Moderne: die Spannung zwischen Individuum und Gesellschaft.

Quelle: Nach Corona: Vom Krieg gegen das Virus zum kalten Bürgerkrieg?

Tesla confirms plan to open Supercharger network to other automakers next year

Tesla has confirmed to Norwegian officials that it plans to open the Supercharger network to other automakers by September 2022.

Man findet sehr interessante Details auf der Seite von Electrek zur geplanten Öffnung der Tesla Supercharger für andere Automarken.

Quelle: Tesla confirms plan to open Supercharger network to other automakers next year – Electrek

Klopstock-Literaturpreis an Annett Gröschner

Der diesjährige Klopstock-Preis geht an die Schriftstellerin und Journalistin Annett Gröschner. Dies hat das Ministerium für Kultur in Magdeburg bekannt gegeben. Der Preis wird im September übergeben.

Über die Autorin schreibt mdr.de:

Gröschner, Jahrgang 1964, studierte Germanistik in Berlin, wo sie seit 1983 lebt. Dort spielt auch ihr zweiter Roman „Walpurgistag“ (2011) mit Protagonisten, die die Schattenseiten der Hauptstadt kennen. Die Kritik lobte immer wieder Gröschners Gespür für soziale Verhältnisse und gefährdete Biografien. Dabei schöpft sie auch aus ihrer Arbeit als Journalistin: „Bei Annett Gröschner sind die Stoffe und Geschichten, die sie ergründet, viel zu stark und bewegend, als dass sie nicht von einer Reportage oder einem Sachbuch in den nächsten Roman drängen“, so MDR KULTUR-Literaturkritiker Jörg Schieke.

Hier kann man ein Interview auf mdr-Kultur hören, in dem der Name der Gewinnerin bekannt gegeben wird und anschliessend ein kurzes Interview mit dem Kultusminister von Sachsen-Anhalt, Rainer Robra, geführt wird.

Der Klopstock-Preis ist die höchste Auszeichnung des Landes Sachsen-Anhalt im Bereich Literatur und wird seit 2015 verliehen. Der Preis ersetzt drei Preise, die vor 2015 verliehen worden sind.

Die Vergabe dreier wechselnder Preise mit einer jeweils unterschiedlichen Ausrichtung hatte in der Vergangenheit zu Nachfragen und Unklarheiten geführt.

Künftig wird der Hauptpreis (12.000 Euro) für ein deutschsprachiges Werk (Roman, Lyrik, Drama, Reisebeschreibung, Essay) verliehen, das in den letzten vier Jahren vor der beabsichtigten Preisverleihung veröffentlicht wurde oder für das literarische Gesamtwerk eines Autors bzw. einer Autorin. Zusätzlich wird nun jährlich der Klopstock-Förderpreis (3.000 Euro) an eine Nachwuchsautorin oder einen Nachwuchsautor vergeben, die oder der mit einer literarischen Debütveröffentlichung bundesweit Beachtung gefunden hat.
Quelle: Sachsen-Anhalt richtet Literaturpreis des Landes neu aus

Neuer Tesla fährt Rennen gegen Lamborghini Huracan: Der Sieger ist eindeutig

Der Tesla Model S Plaid ist das derzeit schnellste Elektroauto in Serienproduktion und bei seinen Runden auf der Rennstrecke Laguna Seca in Kalifornien, USA, hatten selbst die leistungsstärksten Supersportwagen Schwierigkeiten mitzuhalten. Auf dem YouTube-Kanal von Unplugged Performance, einem Tuner von Tesla-Fahrzeugen, ein Video zu sehen wie ein modifizierter Plaid-Tesla einen McLaren P1, McLaren Senna und Porsche 991 GT3 RS überholt. Nun wurde bei Youtube ein weiteres Video hochgeladen, in dem der Tesla Model S Plaid einen Lamborghini Huracan bezwingt.

Quelle: Neuer Tesla fährt Rennen gegen Lamborghini Huracan: Der Sieger ist eindeutig – EFAHRER.com