Neuigkeiten aus Italien

Seit einiger Zeit bin ich in Italien. Da erreicht mich hier die folgende Neuigkeit:

Torino, un netbook a ogni studente.

Interessanterweise bin ich durch einen längeren Beitrag auf BBC auf diesen Schulversuch aufmerksam gemacht worden. Schüler einer Schule in Turin erhalten alle einen speziellen Laptop, der ihr ganzes Curriculum enthält. Die Schüler sollen den Computer für das Lesen und Schreiben verwenden. Die Geräte sind wasserdicht, sie kosten weniger als 400$ und stammen von der italienischen Firma Olidata. Das Experiment soll ein Jahr lang dauern und soll zeigen, wie der Computer das Lernen beeinflussen kann.

ICT-Cards

ICT-Card

Bekanntlich ist seit Anfang dieses Jahres das Stufenübergreifende ICT-Entwicklungskonzept für die Schulen des Kantons Solothurn für die Schulen des Kantons Solothurn in Kraft. An der letzten Strategietagung der Projektgruppe ICT der Kanti Solothurn haben wir uns mit der Umsetzung dieses Konzeptes auf der Mittelschulstufe beschäftigt. Sibylle Klay hat in ihrem Blog ICT-Cards vorgestellt. Dabei handelt es sich um Auszüge aus dem Konzept, die wie Laufkarten aufgebaut sind.

Reiseplanung auf dem Schulwiki

WIKI-Reiseplanung

Während der Spezialwoche an der Kanti Solothurn werde ich mit einer Klasse eine Kulturreise machen. Vor einiger Zeit bin ich von der Klasse für diese Aufgabe angefragt worden. Ich habe diese Herausforderung gerne angenommen.

Von allem Anfang an war für mich klar, dass die ganze Klasse mithelfen muss bei der Planung und der Durchführung dieser Woche. Nach ersten guten Erfahrungen mit WIKIs habe ich mich entschlossen, diese Arbeit im Schulwiki zu machen. Beat Doebeli hat auf seinem WIKI explizit "Reiseplanung mit einem WIKI" als Unterrichtsbeispiel erwähnt.

Als erstes habe ich also eine WIKI-Seite auf dem Schulwiki erstellt und von dort aus die Planung begonnen. Die Schüler brauchten nur eine minime Einarbeitungsphase. Dies vor allem beim Hochladen von Dateien. Mittlerweile nimmt die Arbeit langsam Gestalt an, so dass man auch darauf aufmerksam machen darf.

In einer ersten Phase haben die Schülerinnen und Schüler mögliche Reiseziele im deutschsprachigen Ausland präsentiert. Schliesslich hat sich die Klasse in einer Abstimmung für Berlin als Reiseziel entschieden. Jetzt läuft die Planung der Reise nach Berlin auf Hochtouren.

Für mich als Lehrperson sehe ich folgende Vorteile in dieser Arbeitsweise:

  • Die WIKI-Seiten sind für uns Protokolle, bei Unklarheiten können wir auf diesen Seiten sehen, was wir festgelegt haben: Reisezeiten, Abflugzeiten usw.
  • Die Schüler können sich jederzeit über den Stand der Arbeiten der andern Gruppen informieren. Auch ich als verantwortliche Lehrperson kann dies sehr einfach tun.
  • Die Eltern, aber auch die Schulleitung können sich über den Stand der Planung informieren.
  • Ich bin als Lehrperson in einem gewissen Sinn entlastet: Ich muss nicht selber alles unter Kontrolle haben, wenn viele an einem Projekt arbeiten, dann habe ich eher die Gewissheit, dass wir auch nichts vergessen.
  • Die Schüler können auch von zu Hause aus daran arbeiten, ein Blick auf die Versionskontrolle zeigt, dass dies tatsächlich getan wird.
  • Und schliesslich: die Schülerinnen und Schüler lernen, wie komplex ein solches Projekt tatsächlich ist, sie werden höchstwahrscheinlich motivierter sein auf dieser Reise, weil es auch ihr Verdienst ist, wenn wir diese Woche schliesslich geordnet durchführen können.

Angelus novus im Zentrum Paul Klee

Letzte Nacht war ich zu Besuch im ZPK in Bern. Mein Interesse war durch die Darbietung von Carl Djerassi während den Solothurner Literaturtagen sehr stark gestiegen. Warum hatte Walter Benjamin das Bild „Angelus novus“ in Paris zurückgelassen? Was hat Klee mit seinem „Angelus novus“ dargestellt? Mit dieser Frage konfrontierte uns der amerikanische Wissenschaftler und Schriftsteller in Solothurn. Wie sieht das Bild im Original aus, das vor den Nazis versteckt worden ist und das schliesslich den Weg zu Adorno nach New York gefunden hat?

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Kurz vor Mitternacht komme ich ins Zentrum Paul Klee. 20 bis 30 Personen sind in den Hallen – eine familiäre Atmosphäre. Man hat genügend Platz, um sich die Bilder in der Ausstellung in aller Ruhe anzuschauen. Auch vor besagtem Bild sind kaum Besucher.

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(Paul Klee, Angelus novus, 1920, Ölpause und Aquarell auf Papier auf Karton, 31,8 x 24,2 cm – The Israel Museum, Jerusalem, Schenkung John und Paul Herring, Jo Carole und Ronald Lauder, Fania und Gershom Scholem)

 

Wen stellt dieser Engel dar? Mit dieser Frage gehe ich zum Konzert von Dänu Brüggemann. Nur wenige Zuhörer sind um diese Zeit noch hier.

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Im Hintergrund an der Wand steht:

„Es gibt ein Bild von Paul Klee, das Angelus Novus heißt. Ein Engel ist darauf dargestellt, der aussieht, als wäre er im Begriff, sich von etwas zu entfernen, worauf er starrt. Seine Augen sind aufgerissen, sein Mund steht offen und seine Flügel sind ausgespannt. Der Engel der Geschichte muss so aussehen. Er hat das Antlitz der Vergangenheit zugewendet. Wo eine Kette von Begebenheiten vor uns erscheint, da sieht er eine einzige Katastrophe, die unablässig Trümmer auf Trümmer häuft und sie ihm vor die Füße schleudert. Er möchte wohl verweilen, die Toten wecken und das Zerschlagene zusammenfügen. Aber ein Sturm weht vom Paradiese her, der sich in seinen Flügeln verfangen hat und so stark ist, dass der Engel sie nicht mehr schließen kann. Dieser Sturm treibt ihn unaufhaltsam in die Zukunft, der er den Rücken kehrt, während der Trümmerhaufen vor ihm zum Himmel wächst. Das, was wir den Fortschritt nennen, ist dieser Sturm.“

Walter Benjamin

Ist dies also das Geheimnis des Angelus novus? Oder ist dieser Engel der Verkünder des neuen Deutschlands, der 1919 und 1920 als erfolgloser Maler tätig war und dann als politischer Agitator berühmt wurde? Dies jedenfalls meint Djerassi.

Informationen aus dem Departement

DBK

Eigentlich ist es sehr lobenswert, dass wir vom Departement für Bildung und Kultur monatlich mit einem "Newsletter" bedient werden.

Einen kleinen Haken hat die Angelegenheit allerdings. Alle Moneygram transferencia de dinero News sind in einzelne kleine pdf-Dokumente gepackt. Einen RSS-Feed sucht man vergeblich auf der Seite. Deshalb werden wir auch einmal pro Monat mit einem Email auf die neue Nummer des DBK-aktuell aufmerksam gemacht. Eine andere Möglichkeit wäre ein Gesamt-Dokument, dies würde das Lesen schon wesentlich erleichtern.