E-Book-Reader umweltfreundlicher als Bücher

Studien gibt es wie Sand am Meer. Man bezieht sich also auf jene, die die eigene Überzeugung bestätigen. Hier habe ich gelesen, dass eine Studie nachgewiesen hat, dass der Kindle E-Book-Reader umweltfeunlicher sei als normale Bücher. Ich habe es geahnt 😉

Studien der Cleantech Group haben ergeben, dass der E-Book-Reader Kindle von Amazon umweltfreundlicher sein soll als normale Bücher.

Außerdem würde der CO2-Ausstoß, der bei der Kindle-Produktion entsteht, sich schon nach 1 Jahr Gebrauch des E-Book-Readers im Vergleich zu herkömmlichen Büchern rechnen. Jedes weitere Jahr der Nutzung würde etwa 168 kg CO2 einsparen, das entspricht etwa der Herstellung und dem Vertrieb von 22,5 herkömmlichen Büchern.

Neues Handbuch unserer Schule

@P1140411

Zu Beginn des neuen Semester hat das gesamte Personal der Schule das neue “Handbuch” der Schule bekommen: Ordnerblätter – schätzungsweise 250 Seiten. Da die Postfächer an unserer Schule zu klein sind, konnten nicht alle Lehrpersonen das Handbuch gleichzeitig erhalten, nur etwa jeder dritte. Die restlichen erhalten das Handbuch dann, wenn die Fächer der Kolleginnen und Kollegen geräumt sind.

Eine Frage taucht natürlich sofort auf: könnte man das Ganze nicht auch auf pdf-Basis machen? Wir würden sicher viel Papier sparen, und – Hand aufs Herz – viele lesen das Handbuch sowieso nicht, den meisten dient es bestenfalls als Nachschalgewerk, wenn entsprechende Fragen auftauchen. In diesem Fall ist die pdf-Version ohnehin besser, eine Suche in digitalem Datenmaterial ist schneller als in Ordnerblättern.

handbuch

Das ganze Handbuch gibt es aber auch in pdf – war die Papierversion für alle wirklich nötig?

Ordnungssysteme für Lehrer

In einem Blogbeitrag bei BlackMagicUniverse wird über Ordnungssysteme von Lehrern diskutiert. Der Autor spricht über die Alternativen nach Klassen/Jahrgangsstufen oder nach Themen zu sortieren. Verschiedene KommentatorInnen sprechen dann darüber, ob das eine oder das andere Ordnungssystem – oder beide gut seien.

Das ist der Nachteil der analogen Ordner: man kann die Blätter nur an eine Stelle einordnen, man könnte natürlich Kopien erstellen und diese dann an einer andern Stelle ablegen. Das würde bedeuten, dass gewisse Unterlagen an zwei oder noch mehr Stellen vorhanden wären. Bei Überarbeitungen müsste man dies natürlich beachten.

Ich ordne seit einiger Zeit digital, mit dem digitalen Ordnersystem von Leitz: ELO Office. Das System baut auf dem bekannten Ordner-System auf. Nur sind die Ordner jetzt nur noch als Symbole auf dem Bildschirm vorhanden. Im Unterschied zur Ordnerverwaltung unter Windows etwa, kann man nun Register in den Ordner einfügen, in die Register Unterregister usw, nach Gutdünken. Schliesslich kann man digitale Dokumente jeglicher Art ablegen – so wie man in einen Papierordner Blätter einfügt. Schliesslich kann man logische Kopien erstellen und in ganz unterschiedliche Register ablegen. So kann man also dieselben Unterlagen bequem nach Jahrgangsstufe und nach Klasse oder auch Thema einordnen. Bei einer Überarbeitung der Dokumente sind natürlich auch alle logischen Kopien betroffen. Zudem kann man natürlich bequem suchen, wenn man trotz Register etwas nicht finden sollte.

Ein wesentlicher Vorteil ist der Platzverbrauch. Ich habe alle Schulordner, die ich im Moment brauche, immer bei mir, sie sind auf einer kleinen Speicherkarte – sie füllen etwas 1 GB. Die Ordner aller Jahre sind auf einer externen Festplatte.

Kein Netzzugriff auf den Stundenplan

Heute Morgen kam ein Schüler zu mir und erklärte, er habe die Unterlagen für mein Fach nicht hier. Seine Begründung: er habe heute Morgen die Homepage der Schule starten wollen, diese sei aber nicht zugänglich gewesen, also habe er den Stundenplan für den heutigen Tag nicht anschauen können. Da er nicht auswendig wisse, welche Fächer an diesem Tag unterrichtet werden, habe er einfach auf gut Glück gewisse Unterlagen mitgenommen und sei in die Schule gefahren. Dort habe er dann Schulkollegen getroffen, die ihn ins richtige Zimmer mitgenommen hätten.

Ich fragte ihn, ob er sich denn nicht einen Stundenplan ausgedruckt habe. Das habe er, sagte er mir, und zwar schon mehrmals, aber diese habe er immer wieder verlegt und verloren, das bringe ihm gar nichts.

Ist das die neue Generation, die sich fast blind auf das Funktionieren des Internets verlässt? Sicher ist dieser Schüler noch eine krasse Ausnahme, wer weiss aber, wie das in einigen Jahren sein wird.

Lyrik-Wettbewerb

twitter-lyrik

Das Literatur-Café und BoD veranstalten einen neuartigen Lyrik-Wettbewerb. Gesucht wird das beste Gedicht mit maximal 140 Zeichen. Für die Teilnahme muss man sich bei Twitter anmelden, dort twittert man dann ein Gedicht. Hier findet man eine detaillierte  Anleitung für die Teilnahme.

Stand 13.3.09, 23:50: 155 Beiträge. Hier ein Beispiel:

VerlassenliegeichindeinerHaut
DieichfiebernddirvomLeibeschälte
Umzuverbergenwasnochmehrmichquälte
AlsdiefrischeWundediedeinSalzbetaut

Jan Ulrich Hasecke

Deutsche Literatur auf antikoerperchen

antikoerperchen

Über PR-Inside.com bin ich auf die Seite antikoerperchen Lyrik-Datenbank gestossen. Für den Deutschunterricht ist diese Seite tatsächlich eine Fundgrube. Die Idee ist einfach: wer sich mit einem Gedicht beschäftigt hat, soll seine Ergebnisse auf dieser Seite veröffentlichen. Oder in den Worten von antikoerperchen:

Sie haben sich mit einem Gedicht beschäftigt, es interpretiert und wollen nun, dass andere an ihren Erkenntnissen und Ideen teilhaben? Nutzen sie doch die Möglichkeit sich hier zu registrieren und ihren Text zu veröffentlichen.

Entstanden ist das Ganze durch den Deutschunterricht. Ich habe mich nie besonders für Lyrik oder Literatur im Allgemeinen interessiert und auch heute ist mein Interesse recht selektiv, aber die Themenreihe Expressionismus hatte mich angesprochen. Der Expressionismus vertrat eine relativ negative Weltsicht und hat meinen damaligen jugendlichen Nihilismus gut in Worte fassen können. Ich hatte dann meine Interpretationen, die als Hausaufgabe zu erstellen waren, ins Internet gestellt und ich stellte fest, dass es eine Nachfrage nach diesen Informationen gibt. Ich erstellte weitere Interpretationen und so wuchs das Angebot erstmal. Mittlerweile hat die Seite die dritte Inkarnation hinter sich und ich denke, dass das Angebot gute Anlagen für die Zukunft haben könnte.

Ich habe die Beiträge für Lyrik aus dem Barock etwas studiert, die Qualität ist beachtlich. Da nimmt man in Kauf, dass plötzlich Reklame für Billigflüge eingeblendet wird. Interessant ist die literaturgeschichtliche Ordnung in den aufgenommenen Werken.