{"id":3836,"date":"2021-06-20T18:10:14","date_gmt":"2021-06-20T18:10:14","guid":{"rendered":"https:\/\/kurtjakob.ch\/?p=3836"},"modified":"2021-06-22T20:45:23","modified_gmt":"2021-06-22T20:45:23","slug":"bachmann-preis-kleine-presseschau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kurtjakob.ch\/?p=3836","title":{"rendered":"Bachmann-Preis&ndash;Kleine Presseschau"},"content":{"rendered":"<p>Auf der <a href=\"https:\/\/bachmannpreis.orf.at\/stories\/3109132\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">offiziellen Seite des Bachmannpreises:<\/a><\/p>\n<blockquote><p>Nava Ibriahmi setzte sich in der Stichwahl gegen Dana Vowinckel durch. In seiner Laudatio sagte Klaus Kastberger, der Text von Klagenfurt sei der komplexeste, den er von der Autorin kenne. Sie zeige, was es bedeutet, in kulturellen \u00dcberlappungsbereichen zu schreiben \u2013 im Iran geboren, in Deutschland aufgewachsen, lebt in Graz, das sage sich so leicht. Die Literatur biete M\u00f6glichkeiten, die in Gesellschaften nicht so ohne weiteres m\u00f6glich seien, gebe Raum, auch von pers\u00f6nlichem Leid zu berichten.<\/p>\n<p>Ebrahimi war zugeschaltet und sagte, sie sei froh, etwas sagen zu k\u00f6nnen, dann fehlten ihr aber die Worte vor R\u00fchrung. Sei sei gerne in Klagenfurt gewesen, habe den Bewerb aber von Anfang bis Ende mitverfolgt. Sie sagte, sie habe sich gewisse Hoffnungen auf einen Preis gemacht, aber mit dem Bachmannpreis habe sie gar nicht gerechnet.<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"https:\/\/www.literaturcafe.de\/nava-ebrahimi-gewinnt-den-bachmannpreis-2021\/?pk_campaign=feed&amp;pk_kwd=nava-ebrahimi-gewinnt-den-bachmannpreis-2021\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Literaturcafe.de<\/a> schreibt:<\/p>\n<blockquote><p>Eingeladen wurde Nava Ebrahimi von Juror Klaus Kastberger. Es sei der komplexeste Text, den er von der Autorin kenne, sagte Kastberger. Wir seien mit diesem Text \u00bbmitten in der Gegenwart\u00ab. Kastberger lobte den \u00bbhochkomplexen Tanz\u00ab der Erz\u00e4hlebenen.<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swr2\/literatur\/transnationale-erinnerungsraeume-von-nava-ebrahimi-wie-der-bachmannpreis-am-dritten-lesetag-gerettet-wurde-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">swr2<\/a> schreibt auf ihrer Webseite:<\/p>\n<blockquote><p>Die 45. Tage der deutschsprachigen Literatur 2021 endeten mit dem verdienten Bachmannpreis f\u00fcr Nava Ebrahimi und dem doppelten Gewinner Necati \u00d6ziri, der sich in die Herzen des Publikums las. So einleuchtend die Preisentscheidungen, so zwiesp\u00e4ltig der Eindruck einer Jury. (\u2026)<\/p>\n<p>\u201eDer Cousin\u201c handelt von einem Jugendlichen, der im Knast zu tanzen lernt und sp\u00e4ter ein B\u00fchnenstar ist. Zugleich geht es um eine Erz\u00e4hlerin, die nach den richtigen Worten sucht, um die Geschichte des Verwandten in einem Roman angemessen zu erz\u00e4hlen. Die minimalen Verschiebungen in der Fiktion machen die Differenz zum Erlebten deutlich, das nicht bruchlos in Sprache \u00fcbergehen kann.<\/p>\n<p>Die Erz\u00e4hlerin liest dem Cousin aus ihrem Buch vor, in dem er die Hauptrolle spielt, und weil er des Deutschen nicht m\u00e4chtig ist, reagiert er auf den Klang und den Rhythmus der S\u00e4tze in seiner eigenen Ausdrucksform.<\/p><\/blockquote>\n<p>Auf der Seite der <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/buecher\/themen\/nava-ebrahimi-gewinnt-hochverdient-den-bachmannpreis-2021-17398630.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">FAZ<\/a> steht:<\/p>\n<blockquote><p>Nava Ebrahimi gewinnt hochverdient den Bachmannpreis 2021. Im Vordergrund stand aber eher die Frage, wie man \u00fcber Literatur reden soll.<\/p>\n<p>(\u2026)<\/p>\n<p>Der Theatermacher Necati \u00d6ziri las einen leicht \u00fcberinszenierten, aber packenden \u201eBrief an den Vater\u201c mit dem Titel \u201eMorgen wache ich auf, und dann beginnt das Leben\u201c, in dem ein (vielleicht) todkranker t\u00fcrkischer junger Mann die linksradikale Schuldverstrickung, eigentlich jedoch die Abwesenheit des Vaters beklagt. Daf\u00fcr gab es den Kelag-Preis und den Publikumspreis. Die komplexere Auseinandersetzung mit einem verwandten Thema stammte von der in Graz lebenden und in Iran geborenen Autorin Nava Ebrahimi. Ihr selbstreflexiver, verspielter Text \u201eDer Cousin\u201c handelt von der Frage, wie sich traumatische Lebenserfahrungen in einem zur Heimat gewordenen Exil vermitteln lassen. Hier f\u00fchrt das zur gegenseitigen Benutzung zweier Opfer, was in einer moralisch uneindeutigen, reinigenden Tanzperformance m\u00fcndet: der wohl beste Text im Bewerb, weshalb die Auszeichnung mit dem Bachmannpreis 2021 hochverdient ist.<\/p><\/blockquote>\n<p>Und schliesslich der Artikel auf Zeit Online:<\/p>\n<blockquote><p>Der mit 25.000 Euro dotierte Bachmannpreis f\u00fcr deutschsprachige Literatur geht an die im Iran geborene, in Deutschland aufgewachsene und in \u00d6sterreich lebende Autorin Nava Ebrahimi. Sie sei eine der spannendsten Stimmen der Gegenwartsliteratur, hie\u00df es vonseiten der Jury.<\/p>\n<p>Der Text <em>Der Cousin<\/em> \u00fcber die Fluchtgeschichte eines schwulen T\u00e4nzers behandle auch eine der aktuellen Kernfragen, n\u00e4mlich wie viel Show es brauche, damit Botschaften \u00fcberhaupt noch wahrgenommen w\u00fcrden.<\/p><\/blockquote>\n<p>Auch auf der Seite von <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/feuilleton\/nava-ebrahimi-erhaelt-den-ingeborg-bachmann-preis-2021-ld.1631393\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">NZZ online<\/a> findet man unterdessen einen Artikel \u00fcber die diesj\u00e4hrige Bachmannpreistr\u00e4gerin:<\/p>\n<blockquote><p>Das diesj\u00e4hrige Klagenfurter Wettlesen endete mit einer knappen Entscheidung. Es gewann am Ende mit Ebrahimi die Favoritin.<\/p>\n<p>(\u2026)<\/p>\n<p>Auf der Flucht aus Iran in Richtung Kanada werden Mutter und Sohn in Thailand festgenommen und landen im Gef\u00e4ngnis. \u00abDiese sechs Monate wurden zum Sperrgebiet, zum Tschernobyl der Familiengeschichte, die ohnehin an Boden verlor\u00bb, schreibt Nava Ebrahimi. Bei einer Begegnung mit seiner Cousine tanzt der schwule Kian auf einer B\u00fchne in New York endlich bisher Ungesagtes. Mit ihrem Text \u00abDer Cousin\u00bb hat die 1978 in Teheran geborene Schriftstellerin, die in K\u00f6ln aufgewachsen ist und seit vielen Jahren in Graz lebt, die Jury des Bachmann-Preises \u00fcberzeugt.<\/p>\n<p>Die mit 25 000 Euro dotierte Auszeichnung, einer der wichtigsten Preise der deutschsprachigen Literaturszene, ging damit an eine von vorneherein hoch gehandelte und bereits etablierte Autorin. Sie sei eine der spannendsten Stimmen der deutschen Gegenwartsliteratur, so die Jury.<\/p>\n<p>Der komplizierte und schwierige Text behandle auch eine der aktuellen Kernfragen, n\u00e4mlich wie viel Show es brauche, damit Botschaften \u00fcberhaupt noch wahrgenommen w\u00fcrden, so Laudator und Juror Klaus Kastberger.<\/p>\n<p>Es war ein enges Rennen um den Hauptpreis: Mit vier zu drei Stimmen bevorzugte die siebenk\u00f6pfige Jury Ebrahimi vor der Berliner Autorin Dana Vowinckel. Vowinckel hat in \u00abGew\u00e4sser im Ziplock\u00bb einen Blick auf die orthodoxe j\u00fcdische Szene geworfen. Juror Philipp Tingler war begeistert von den geschilderten Sinneseindr\u00fccken wie dem \u00abKrachen der Z\u00e4hne der Grossmutter auf dem Joghurtl\u00f6ffel\u00bb. Ohnehin bewege sich Vowinckel mit ihrem Thema in einem Feld, das derzeit mehr denn je auf Neugierde stosse, befand Kastberger. Die 1996 geborene Schriftstellerin erhielt mit dem Deutschlandfunk-Preis den am zweith\u00f6chsten dotierten Preis (12 500 Euro).<\/p><\/blockquote>\n<p>Und schliesslich kann man auf der Seite von <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/literatur\/nava-ebrahimi-gewinnt-bachmannpreis-a-9ad75b5d-b1dd-4386-89fe-58bcec7e2ec4#ref=rss\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Spiegel.de<\/a> lesen:<\/p>\n<blockquote><p>Der mit 25.000 Euro dotierte Bachmannpreis f\u00fcr deutschsprachige Literatur geht an die in Iran geborene, in Deutschland aufgewachsene und in \u00d6sterreich lebende Autorin Nava Ebrahimi. Sie sei eine der spannendsten Stimmen der Gegenwartsliteratur, hie\u00df es vonseiten der Jury. Der komplizierte und schwierige Text \u00bbDer Cousin\u00ab \u00fcber die Fluchtgeschichte eines schwulen T\u00e4nzers behandle auch eine der aktuellen Kernfragen, n\u00e4mlich wie viel Show es brauche, damit Botschaften \u00fcberhaupt noch wahrgenommen w\u00fcrden.<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf der offiziellen Seite des Bachmannpreises: Nava Ibriahmi setzte sich in der Stichwahl gegen Dana Vowinckel durch. In seiner Laudatio sagte Klaus Kastberger, der Text von Klagenfurt sei der komplexeste, den er von der Autorin kenne. 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