{"id":176,"date":"2007-11-28T08:44:54","date_gmt":"2007-11-28T08:44:54","guid":{"rendered":"http:\/\/wp.kurtjakob.ch\/?p=176"},"modified":"2021-05-10T20:38:56","modified_gmt":"2021-05-10T20:38:56","slug":"lehrer-diskutieren-in-einem-blog","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kurtjakob.ch\/?p=176","title":{"rendered":"Lehrer diskutieren in einem Blog"},"content":{"rendered":"<p align=\"left\">Gestern bin ich von einem Sch\u00fcler mit Kritik konfrontiert worden, nichts Spezielles eigentlich. Die Art der Kritik war allerdings speziell. Der Vorwurf lautete, dass die Sch\u00fcler dieser Klasse im Unterricht &#8222;nichts machen&#8220; w\u00fcrden. Da wir in der letzten Zeit viel gelesen, viel geschrieben, viel Textarbeit geleistet haben, schien mir dieser Punkt recht eigenartig. Ich hakte nach. Es kam folgendes raus:<\/p>\n<p align=\"left\">In einer andern Klasse, die der Kritiker gut kennt, w\u00fcrden die Sch\u00fcler aus dem Schulhaus gehen, Dinge tun, die mit dem Unterricht nicht mehr direkt zu tun haben. Man besucht Veranstaltungen, schreibt Drehb\u00fccher, vor allem verl\u00e4sst man das Schulhaus.<\/p>\n<p align=\"left\">Was habe ich mit dieser Klasse getan? Wir haben viel gelesen, wir haben uns mit grammatischen und stilistischen Problemen herumgeschlagen. Wir haben Sequenzen aus einem Buch dramatisiert und szenisch dargestellt. Wir sind meist im Schulzimmer, manchmal im Computerraum, wir arbeiten an und mit Texten. Ich greife zu Methoden der Visualisierung, ich setze Videos, Podcasts ein. Da f\u00e4llt mir so nebenbei ein, einmal haben die Sch\u00fcler einen Prosatext dramatisieren und dann aufnehmen m\u00fcssen. Aber wir arbeiten meist im Schulzimmer. Wir arbeiten an und mit Texten. Das ist nicht immer abwechslungsreich, vor allem dann, wenn man die Texte nicht auf Anhieb versteht.<\/p>\n<p align=\"left\">Dies zur Ausgangslage. Gestern Abend habe ich einen <a href=\"http:\/\/norberto42.kulando.de\/post\/2007\/11\/27\/balladen_in_kl_7_-_uber_didaktische_fiktionen_zur_fortsetzung_von_warum_nur_warum\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Beitrag von Norberto42<\/a> gelesen. Ich sch\u00e4tze die Beitr\u00e4ge dieses pensionierten Lehrers sehr. Sein Thema passte zu meinem. In seinem Beitrag geht es um die Tendenz in modernen Schulb\u00fcchern, Texte wirkungsvoll in Szene zu setzen, aber nicht wirklich zu diskutieren. Also habe ich einen Beitrag geschrieben und bin auf das Thema, das ich oben angeschnitten habe eingegangen. Heute Morgen hat ein weiterer Lehrer, <a href=\"http:\/\/markusmaerkl.wordpress.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Markus M\u00e4rkl<\/a>, der auch in meinem Blog schon Kommentare geschickt hat, einen neuen interessanten Diskussionsbeitrag verfasst. Auch Norberto42 hat sich diesen Morgen wieder gemeldet:<\/p>\n<blockquote>\n<p align=\"left\">Liebe Kollegen,<br \/>\nich freue mich \u00fcber die Zustimmung und bef\u00fcrchte, das wir einen Stil des Unterrichtens repr\u00e4sentieren (resp. dass ich repr\u00e4sentiert habe), der nicht &#8222;modern&#8220; ist, sondern auf Nachhaltigkeit setzt, daf\u00fcr auf Schnickschnack verzichtet.<br \/>\nVielleicht kann man es mit dem Kollegen Jakob dahin formulieren: Konzentration vs. Zerstreuung?<\/p>\n<\/blockquote>\n<p align=\"left\">Was mich an diesem Beispiel besonders fasziniert: Da kommen drei Berufskollegen aus unterschiedlichen Regionen und L\u00e4ndern zu einer \u00f6ffentlichen Diskussion zusammen. Mir hilft es, eine kleine Auseinandersetzung auf v\u00f6llig anderer Ebene weiterzuf\u00fchren. Vielen Dank an Norberto42 und Markus.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gestern bin ich von einem Sch\u00fcler mit Kritik konfrontiert worden, nichts Spezielles eigentlich. Die Art der Kritik war allerdings speziell. Der Vorwurf lautete, dass die Sch\u00fcler dieser Klasse im Unterricht &#8222;nichts machen&#8220; w\u00fcrden. Da wir in der letzten Zeit viel gelesen, viel geschrieben, viel Textarbeit geleistet haben, schien mir dieser Punkt recht eigenartig. 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