{"id":150,"date":"2007-08-23T18:13:06","date_gmt":"2007-08-23T18:13:06","guid":{"rendered":"http:\/\/wp.kurtjakob.ch\/?p=150"},"modified":"2007-08-23T18:13:06","modified_gmt":"2007-08-23T18:13:06","slug":"roman-auf-dem-handy-geschrieben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kurtjakob.ch\/?p=150","title":{"rendered":"Roman auf dem Handy geschrieben"},"content":{"rendered":"<p align=\"left\">Wie man einer Meldung des <a href=\"http:\/\/www.literaturcafe.de\/ein-roman-der-vollstaendig-auf-dem-handy-geschrieben-wurde\/\" target=\"_blank\">Literaturcaf\u00e9s<\/a> entnehmen kann, hat ein italienischer Autor einen Roman vollst\u00e4ndig auf einem Handy eingetippt.<\/p>\n<blockquote>\n<p align=\"left\">Der Italiener Roberto Bernocco hat die 368 Taschenbuchseiten seines Romans \u00bbCompagni di viaggio\u00ab (Reisegef\u00e4hrten) ausschlie\u00dflich auf seinem Nokia-Handy eingetippt. Bernocco nutze hierf\u00fcr die Zeit, die er auf dem Weg zur Arbeit im Zug verbrachte. In 17 Wochen war sein Science-Fiction-Roman fertig getippt. Das Werk ist in normalem Italienisch geschrieben, ist also kein\u00a0Roman im SMS-Stil oder verwendet gar die \u00fcblichen SMS-K\u00fcrzel.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p align=\"left\">Das Buch hat der Autor im Selbstverlag auf <a href=\"http:\/\/www.lulu.de\/content\/762629\" target=\"_blank\">lulu.com<\/a> herausgebracht. Die Frage ist nat\u00fcrlich, ob der Autor lediglich den Text eingetippt hat mit dem Handy und ihn dann \u00fcberarbeitet hat, wie dies ein guter Autor tun wird, oder ob er einfach den ersten Handy-Entwurf hat stehen lassen. Nach meinen zugegebenermassen nicht sehr umfangreichen Recherchen ist Bernocco offenbar der erste, der einen Roman auf dem Handy eingetippt hat. \u00dcber die Qualit\u00e4t dieses Produkts ist damit aber nat\u00fcrlich nichts ausgesagt, die Frage ist auch, ob das \u00fcberhaupt stimmt. Aus meiner Sicht ist dieser Text auch eher linguistisch als poetisch interessant. So k\u00f6nnte man etwa untersuchen, ob die Satzstrukturen die gleichen, wie wenn ein Autor einen Laptop benutzt.<\/p>\n<p align=\"left\">Was aus meiner Sicht wesentlich interessanter ist, sind die Romane die speziell f\u00fcr die Lekt\u00fcre auf einem Handy geschrieben worden sind. Sei dies etwa ein Roman, der aus einer <a href=\"http:\/\/www.msnbc.msn.com\/id\/16790277\/\" target=\"_blank\">Aneinanderreihung von SMS<\/a> besteht, also ein traditioneller Roman, der diese SMS-Form w\u00e4hlt, wie Goethe in seinem Werther die Briefform gew\u00e4hlt hat. Interessant sind auch Romane, die speziell f\u00fcr die Lekt\u00fcre auf Handys geschrieben oder nachher gesetzt worden sind, letzteres ist in Japan <a href=\"http:\/\/www.trannet-japan.com\/ep\/tjc_news_dtl.asp?dk=N0000174\" target=\"_blank\">der grosse Renner<\/a>. Ich habe mich\u00a0auf der Seite von <a href=\"http:\/\/www.goma-books.com\/\" target=\"_blank\">goma-books<\/a> umgesehen, aber leider habe ich nicht eben\u00a0viel verstanden.\u00a0Auf\u00a0<a href=\"http:\/\/www.entertainmentasia.com\/news_detail.php?ct=1003&#038;nid=788\" target=\"_blank\">dieser Seite<\/a>\u00a0kann man erfahren, dass in der ersten H\u00e4lfte von 2007 vom Roman <em>The Red Thread<\/em>\u00a0bereits mehr als 1 Million digitale Kopien verkauft worden sind.<\/p>\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie man einer Meldung des Literaturcaf\u00e9s entnehmen kann, hat ein italienischer Autor einen Roman vollst\u00e4ndig auf einem Handy eingetippt. Der Italiener Roberto Bernocco hat die 368 Taschenbuchseiten seines Romans \u00bbCompagni di viaggio\u00ab (Reisegef\u00e4hrten) ausschlie\u00dflich auf seinem Nokia-Handy eingetippt. Bernocco nutze hierf\u00fcr die Zeit, die er auf dem Weg zur Arbeit im Zug verbrachte. 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