{"id":122,"date":"2007-05-25T14:00:33","date_gmt":"2007-05-25T14:00:33","guid":{"rendered":"http:\/\/wp.kurtjakob.ch\/?p=122"},"modified":"2007-05-25T14:00:33","modified_gmt":"2007-05-25T14:00:33","slug":"ict-im-unterricht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kurtjakob.ch\/?p=122","title":{"rendered":"ICT im Unterricht"},"content":{"rendered":"<p align=\"left\">Am vergangenen Mittwoch fand unser <\/font><a href=\"http:\/\/www.ksso.ch\/ict\/\" target=\"_blank\">ICT-Weiterbildungstag<\/font><\/a> statt. Ich bin allen Teilnehmern, insbesondere unseren externen Referenten <\/font><a href=\"http:\/\/gloor.kaywa.ch\/\" target=\"_blank\">Peter Gloor<\/font><\/a> und <\/font><a href=\"http:\/\/edublog-phr.kaywa.ch\/p781.html\" target=\"_blank\">Martin Hoffmann<\/font><\/a> sehr dankbar, dass sie mir einige Punkte in aller Sch\u00e4rfe klarmachen konnten. Auf einen Punkt m\u00f6chte ich in diesem Beitrag eingehen. Im Moment werden bei uns ICT-Mittel eher lehrerzentriert eingesetzt, der Lehrer setzt seinen Computer zur Veranschaulichung seiner Pr\u00e4sentationen ein. Der Computer und der Beamer werden zum langen Arm des Lehrers. Unser Ziel m\u00fcsste es aber sein, die Sch\u00fcler vermehrt mit ICT-Mitteln zu aktivieren, also nicht nur ihre Aufmerksamkeit auf unsere Darbietungen zu steigern, sondern ihre Aktivit\u00e4t im Lernprozess insgesamt zu aktivieren. Am Nachmittag wurde dieser Aspekt dann auf den Punkt gebracht. Der Sch\u00fcler muss zu selbst\u00e4ndigem Lernen gebracht werden, dies t\u00f6nt sehr einfach, in der Praxis heisst das aber, dass wir unseren Unterricht in vielen F\u00e4llen v\u00f6llig ver\u00e4ndern m\u00fcssen. Ich erinnere mich an alte Forderungen zu mehr Projektunterricht. Die Sch\u00fcler erhalten klare Zielsetzungen, klare Rahmenbedingungen, im eigentlichen Lernprozess werden sie vom Lehrer, der nun eine andere Funktion bekommen hat, nur noch begleitet. Der Lehrer bietet, wie dies Peter Gloor eindr\u00fccklich dargestellt hat, etwa Sprechstunden an, die Sch\u00fcler k\u00f6nnen erscheinen oder nicht. Sie \u00fcbernehmen in diesem Prozess sehr viel Verantwortung. Projektartiges Lernen, ob mit oder ohne Computer, braucht allerdings bedeutend mehr Zeit.<\/font><\/p>\n<p align=\"left\">Wir stellen auf der Sekundarstufe II aber vermehrt fest, dass die Sch\u00fcler nicht selbst\u00e4ndig arbeiten wollen oder eventuell k\u00f6nnen. Aus diesem Grund ist gerade in diesem Punkt der Widerstand der Mittelschullehrer besonders gross. Unsere Erfahrung zeigt, dass Sch\u00fcler meistens kurz vor einer Probe mit dem Lernen beginnen, dass sie ihre Zeit nicht wirklich richtig planen und einteilen k\u00f6nnen. Ein Sch\u00fcler hat mir in einem Aufsatz vor der Matur geschrieben, dass er in der ganzen Schulzeit nie eine Agenda gebraucht habe, er habe nie wirklich planen m\u00fcssen, da dies die Lehrer oder auch die Mitsch\u00fcler f\u00fcr ihn gemacht h\u00e4tten. <\/font><\/p>\n<p align=\"left\">Wir haben an den Schweizer Mittelschulen das Gef\u00e4ss des Lernens am Projekt. Dort ist diese Arbeitsform zentral, und im LAP werden Computer auch sehr h\u00e4ufig eingesetzt. Also kann man sich als Lehrer auch auf den Standpunkt stellen, dass die Sch\u00fcler im LAP projektartig arbeiten sollen, aber nicht im regul\u00e4ren Fachunterricht. <\/font><\/p>\n<p align=\"left\">Wenn wir also weg vom Power-Point-ICT kommen und zum sch\u00fcleraktivierender ICT-Einsatz im Unterricht \u00fcbergehen wollen, m\u00fcssen wir wohl vermehrt von traditionell lehrerzentrierten Unterrichtsformen Abschied nehmen.<\/font> <\/p>\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am vergangenen Mittwoch fand unser ICT-Weiterbildungstag statt. Ich bin allen Teilnehmern, insbesondere unseren externen Referenten Peter Gloor und Martin Hoffmann sehr dankbar, dass sie mir einige Punkte in aller Sch\u00e4rfe klarmachen konnten. Auf einen Punkt m\u00f6chte ich in diesem Beitrag eingehen. 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